Sportseeschifferschein


Voraussetzungen / Fahrgebiete

Mindestalter 16 Jahre. Nachweis von 1000 sm auf Yachten als Wachführer und den Besitz des Sportbootführerscheines See oder Nachweis von 700 sm auf Yachten als Wachführer und den Besitz des Sportküstenschifferscheines. Der amtliche (empfohlen) Sportseeschifferschein berechtigt zum Führen von Segel- und Motoryachten in allen Küstengewässern bis 30 sm-Abstand, in der Nord- und Ostsee, im Mittelmeer, in der irischen und schottischen See und im Schwarzen Meer.


Kurstermine Theorie

 

Datum

Beginn

Ende

Hinweis

 

 

 

 

 

 

 

2017

 

 

 

 

 

Seemannschaft

Dienstag

21.02.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

28.02.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

07.03.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

Navigation

Dienstag

14.03.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

21.03.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

28.03.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

04.04.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

11.04.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

Wetterkunde

Dienstag

18.04.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

25.04.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

02.05.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

09.05.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

Schifffahrtsrecht

Dienstag

16.05.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

23.05.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

Dienstag

30.05.2017

18.00 Uhr

22.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 


Inhalt der Seminare

Die Unterrichtung erfolgt in abgeschlossenen wiederkehrenden Teilseminaren, so dass Sie die Möglichkeit haben die Unterrichtseinheiten frei zu wählen und jeweils zu den angegebenen Kursterminen mit dem Sportseeschifferschein zu beginnen. 


Alle Prüfungsteile können auch einzeln in beliebiger Reihenfolge absolviert werden, wobei allerdings jeweils die volle Prüfungsgebühr anfällt.


Die einzelnen Teilprüfungen können mit einer Sperrfrist von 2 Monaten beliebig oft wiederholt werden.


Alle theoretischen Teilprüfungen müssen innerhalb von 24 Monaten absolviert werden.


In jedem Prüfungsfach müssen 65% der maximal möglichen Punkte erreicht werden, um ohne mündliche Prüfung zu bestehen. Werden zwischen 55% und 64% der maximal möglichen Punkte erreicht, wird eine mündliche Prüfung erforderlich. Bei weniger als 55% der erreichbaren Punkte ist die Prüfung nicht bestanden.


 


Prüfungsinhalte Sportseeschifferschein‐Theorieprüfung


Die Prüfungsinhalte sind in der Anlage 3 der Durchführungsrichtlinien zur Sportseeschifferscheinverordnung ( SportSeeSchV ) geregelt:


 


1. Teilprüfungsfach Navigation (maximal erreichbare Punkte: 40)


1.1 Gebrauch und Berichtigung von Seekarten und weiterer nautischer Veröffentlichungen unter Berücksichtigung von Kapitel V des Internationalen Übereinkommens von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS)


1.2 Kurs‐ und Peilungsverwandlung


1.3 Terrestrische Schiffsortbestimmung einschließlich Wegpunktnavigation


1.4 Stromnavigation


1.5 Terrestrische Kompasskontrolle


1.6 Gezeitenkunde


1.6.1 Aufbau und Gebrauch von Gezeitentafeln und Gezeitenstromatlanten


1.6.2 Lotungsbeschickung


1.6.3 Passieren einer Barre, Trockenfallen


1.7 Elektronische Navigation


1.7.1 Satellitengestütztes Funknavigationsverfahren (z.B. GPS): Anwendungsmöglichkeiten


und Zuverlässigkeit


1.7.2 Radar: Darstellungsarten, Störungen des Radarbildes, Radarreflektoren, Racon 1.7.3 Zusammenwirken elektronischer Navigationsgeräte (NMEA‐Schnittstelle),


Möglichkeiten und Risiken


1.7.4. Elektronischer Kartenplotter, elektronische Seekarte (ECDIS = Electronic Chart Display and


Information System)


1.7.5 Aufbau und Gebrauch des Automatischen Identifizierungssystems AIS


 


2. Teilprüfungsfach Schifffahrtsrecht (maximal erreichbare Punkte: 40)


2.1 Allgemeines


2.1.1 Schiffspapiere


2.1.2 Logbuchführung


2.1.3 Ausrüstungspflicht (Seekarten, Seebücher und navigatorische und sonstige


Sicherheitsausrüstung)


2.1.4 Besetzung des Schiffes


2.2 Seeverkehrsrecht


2.2.1 Kollisionsverhütungsregeln (KVR) in der jeweils geltenden Fassung einschließlich


Radarplotten


2.2.2 Seeschifffahrtsstraßen‐Ordnung in der jeweils geltenden Fassung (§ 1 bis 35, § 37) und


nationale Ergänzungsvorschriften, soweit die Sportschifffahrt betroffen ist; Hinweis auf


nationale Ergänzungsvorschriften anderer Staaten zu den KVR


2.3 Verordnung über die Sicherung der Seefahrt


2.4 Seeunfalluntersuchung (BSU, Seeämter)


2.5 Umweltschutz (MARPOL‐Übereinkommen: Sondergebiete, Protokoll 1; Helsinki‐


Übereinkommen)


2.6 Die Verantwortung des Schiffsführers für Schiff und Besatzung, Rechtsstellung von


Schiff und Besatzung in ausländischen Häfen


2.6.1 verkehrsrechtlich einschließlich Schiffsführung und Wachdienst 2.6.2 strafrechtlich


2.6.3 zivilrechtlich


2.7 Sicherheit der an Bord befindlichen Personen


2.8 Seenot‐ und Sicherheitsfunkdienst





3. Teilprüfungsfach Wetterkunde (maximal erreichbare Punkte: 40)


3.1 Allgemeine Begriffe aus der Wetterkunde


3.2 Wolkenformen


3.3 Druckgebilde


3.4 Regionale Wettererscheinungen (Mistral, Bora, usw.)


3.5 Auswerten von Seewetterberichten / Wetterfax / Wetterkarten


3.6 Wichtige Wetterregeln


3.7 Nebel


3.8 Seegang


3.9 Meteorologische Begriffe und Messgeräte


 


4. Teilprüfungsfach Seemannschaft (maximal erreichbare Punkte: 40)


4.1 Die Yacht (Konstruktion, Bau, ggf. Rigg und Ausrüstung)


4.2 Seetüchtigkeit


4.3. Stabilität


4.4 Schwimmfähigkeit (Auftrieb, Verschlusszustand, Seeschlag, Wassereinbruch)


4.5 Organisation an Bord


4.6 Sicherheitsausrüstung einschließlich Funk (Anwendung und gebrauch)


4.7 Sicherheitsdienst (Sicherheitsrolle, Brandabwehr und Leckabwehr)


4.8 Notfallmaßnahmen bei Havarie, Kollision, Seenot, Mensch‐über‐Bord


4.9 Hilfeleistung, Suche und Rettung im Seenotfall


4.10 Maßnahmen bei Unfällen und Unterkühlung: Erste‐Hilfe‐Maßnahmen, Erstbehandlung, funkärztliche Beratung


4.11 Manöverkunde (unter Segel und unter Motor)


4.12 Ankermanöver


4.13 Manövrierverhalten von Seeschiffen (Einschätzen von Drehkreisen, Stoppstrecken,


Voraussicht)