Kölner Segelschule
Kölner Motoryachtschule


Kontakt
Horbeller Straße 31
50858 Köln
Telefon: 0 22 1 / 7000 2021
Mobil: 0160 70000 80
Telefax: 0 22 34 / 92 04 20 5

Email: info@sportschiffahrt.de
Internet: www.sportschiffahrt.de



Sportseeschifferschein



Über den Sportseeschifferschein

Der Sportseeschifferschein gilt auf der gesamten Nord- und Ostsee, dem Bristolkanal, der Irischen und Schottischen See, dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer sowie weltweit für küstennahe Seegewässer (innerhalb der 30 Seemeilen-Zone).


Gesetzlich vorgeschrieben ist der Sportseeschifferschein für Führer von gewerblich genutzten Sportbooten und auf Traditionsschiffen. Doch auch für alle begeisterten (Freizeit)-Schiffsführer ist er eine sinnvolle Ergänzung zum Sportbootführerschein See und dem Sportküstenschifferschein und leistet einen weiteren Beitrag für die Sicherheit auf dem Wasser.


Der Sportseeschifferschein kann wahlweise unter Segel- und Antriebsmaschine oder nur unter dem Teil Antriebsmaschine absolviert werden. Zum Erwerb des Sportseeschifferscheins sind notwendig:


‐ Bestehen der Theorieprüfung (Navigation, Seeverkehrsrecht, Seemannschaft, Wetterkunde) ‐ Nachweis von 1000 sm in der jeweiligen Antriebsart


‐ Bestehen der Praxisprüfung


Die Teilprüfungen der Theorieprüfung müssen innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein, die gesamte Prüfung (Theorie‐ und Praxisprüfung) innerhalb von 36 Monaten, da sonst überfällige Prüfungsteile verfallen.


Die Reihenfolge der Prüfungen ist nicht vorgeschrieben. Es ist aber sicherlich sinnvoll die Theorieprüfungen vor der Praxisprüfungen zu absolvieren, bzw. vorher einen Theoriekurs zu besuchen, da bei der Praxisprüfung z.B. auch die Navigation beherrscht werden muss.



Praktische Prüfung SSS

Bei der praktischen Sportseeschifferscheinprüfung kommen im Normalfall zwei Prüfer des Deutschen Segler-Verbandes an Bord. In der Regel prüft jeweils ein Prüfer unter Deck die Teilgebiete Radar, GPS, Navigation, Wetterkunde, Motor, elektrische Anlage und Gasanlage während der andere Prüfer an Deck Seemannschaft und Manöver unter Segel und Maschine prüft.


Die Prüfungsaufgaben gliedern sich in sogenannte „Pflichtaufgaben“ und „sonstige Aufgaben“ Bei allen Aufgaben hat der Prüfungsbewerber zwei Versuche (Ausnahme Radar). Ein Versagen in einer Pflichtaufgabe führt zum sofortigen Abbruch und damit zum Nichtbestehen der Prüfung.


Die Prüfungsinhalte sind in der Anlage 2 der Durchführungsrichtlinien zur Sportseeschifferscheinverordnung ( SportSeeSchV ) geregelt:


1. Pflichtaufgaben


1.1 Rettungsmanöver


‐ Durchführung eines Boje‐über‐Bord‐Manövers unter Segel


‐ Durchführung eines Boje‐über‐Bord‐Manövers mit Maschinenunterstützung


1.2 Radar


‐ Einschalten und Bedienen des Radargerätes, Interpretation des Radarbildes für die Navigation und Verkehrssituation, Bestimmung eines Schiffsortes


1.3 Seekarte


Bestimmung des Schiffsortes, Absetzen, Bestimmen und Umwandeln von Kursen


1.4 Segeln / Fahren


‐ Steuern verschiedener Kurse nach Kompass oder festen Seezeichen / Landmarken (oder unter Segel: zum Wind), ggf. unter Berücksichtigung der KVR und SeeSchStrO ‐ An‐ oder Ablegen: mit Antriebsmaschine ‐ Unter Segel: Wenden oder Halsen


 


2. Sonstige Aufgaben


2.1 Seemannschaft / Fertigkeiten


‐ Prüfung der Seetüchtigkeit der Yacht einschließlich der Sicherheitsausrüstung und deren Handhabung (u.a. pyrotechnische Notzeichen) ‐ Anwenden von Leinen beim An‐ und Ablegen (Spring, Vor‐ und Achterleine, Leine auf Slip) ‐ Sicherer Umgang mit Tauwerk (Knoten, Belegen)


2.2 Wetterkunde


Beurteilen der Wetterlage und ‐entwicklung am Ort und zum Zeitpunkt der Prüfung, Ablesen der Wetterinstrumente und Auswerten der Daten.


2.3 Navigation


‐ Arbeiten mit einem Empfänger für ein satellitengestütztes Navigationsverfahren ‐ Arbeiten mit Steuerkompass, Peilscheibe und/oder Peilkompass


2.4 Motor, elektrische Anlage und Gasanlage


‐ Motor: Kontrolle und Starten (z. B. Ölstand, Kühlwasser) Störungen (zu niedriger bzw. zu hoher Öldruck, Verhalten bei Ausfall des Kühlwassers, Warnleuchte der Ladekontrolle erlischt nicht)


‐ Elektrische Anlage: Kontrolle, Störungen (z. B. Batteriezustand, Batterieschaltung, Batterieladung bei Eigen‐ und Fremdladung)


‐ Gasanlage: Bedienung, Kontrolle, Störungen (z. B. (z. B. Zündsicherung, Anschlüsse, Vorrat, Absperrung)


2.5 Seemannschaft / Manöver


Manöver mit Antriebsmaschine:‐ Drehen und / oder Aufstoppen auf engem Raum ‐ Vorbereitung der Yacht für das Ein‐ und Auslaufen ‐ Durchführen eines Ankermanövers


Manöver unter Segel: ‐ Segelsetzen / Segelbergen in Fahrt ‐ Einreffen und / oder Ausreffen in Fahrt ‐ Beidrehen und / oder Aufschießer fahren


 



Segeltörns Sportseeschifferschein

Gerne vermitteln wir nach persönlicher Anfrage Prüfungstörns für den Sportseeschifferschein.


Wir empfehlen jedoch vorab die theoretische Ausbildung bei uns zu absolvieren. Während der theoretischen Ausbildung werden viele hilfreiche Tipps zum Bestehen der Prüfung gegeben und wissenswerte Informationen auch für die praktische Prüfung vermittelt. Zudem werden auch während der praktischen Prüfung theoretische Inhalte abgefragt, weswegen sich diese Reihenfolge anbietet.



Allgemeine Informationen zu den Törns

Auf den Törns wird eine Bordkasse geführt. Aus dieser werden alle laufenden Kosten, wie z.B. Liegegebühren, Treibstoff, Schiffsreinigung, Kaution, Verpflegung an Bord etc. entnommen. Der Skipper ist von dieser Bordkasse ausgenommen.


Restaurant- und Gaststättenbesuche und ähnliches sind von jedem Crewmitglied und dem Skipper selbst zu übernehmen.


Die Ausbildungstörns zum SSS sind keine Meilen(sammel)törn. Der Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung und vermittelt intensiv den Umgang mit einer Yacht im Hafen- und Seebereich. Die abschließende erfolgreiche Prüfung ( am letzten Törn-Tag ) ist dann der Lohn für die erduldeten " Qualen "


 




Zurück zur Normalansicht...